Sonnenbahnen im Physiksaal

Auf Grund der Idee Herrn Prof. Wittmanns trafen die SchülerInnen der (ehemaligen) 7.B des naturwissenschaftlichen Zweiges mit einigen Teilnehmern des Freifaches „Physikolympiade“ am Dienstag, den 26. Juni 2007 um 8:00 im Physiksaal zusammen. Die Idee war es, im Physiksaal die Bahnen, die die Sonne am Himmel zurücklegt, zu malen. Die Kurven – es wurden drei verschiedene Bahnen, der Sonnentiefststand, der Sonnenhöchststand und der Stand zu Tag- und Nachtgleiche ausgewählt – wurden schon am Montag Nachmittag von den TeilnehmerInnen der Physikolympiade in Erfahrung gebracht und somit wurde uns nur schnell gesagt, was, wann, wie, warum zu tun sei.

Voller Arbeitseifer stürzten sich alle arbeitsfrohen MitarbeiterInnen auf die Arbeit und maßen den Mittelpunkt des Saals aus. Als der Punkt eruiert war, legten wir einen Teil des Raumes mit Papier aus und zeichneten auf den Zetteln, vom Punkt und der Nord-Süd-Richtung ausgehend, alle 10° eine Linie, was in etwa so aussah:

Gradnetz auf dem Physiksaalboden

Danach zeigte uns Herr Prof. Wittmann, wie man mit Hilfe eines hölzernen Winkelmessers und eines Laserpointers die Punkte an der Wand einzeichnen konnte – natürlich musste auf der Wand der Punkt mit einem Bleistift gekennzeichnet werden und – das natürlich ganz genau:

Der Winkelmesser wird justiert

Das Einzeichnen der Punkte war ein langwieriges Verfahren, welches jedoch schon nach einiger Zeit bewältigt wurde. Während der Projektion der Punkte stießen wir auf einige Hindernisse: Tische, PCs und Ähnliches.

Störendes Inventar wird beiseite geschafft

Natürlich konnten bei diesen Arbeiten nicht alle mithelfen. Die einen kümmerten sich um die Ausrichtung des Pointers, die anderen räumten Hindernisse aus dem Weg oder eruierten die Winkel aus Sonnenstandsdiagrammen und die, die nichts zu tun hatten, vertrieben sich die Zeit mit Plaudern, einem angeregten Kartenspiel oder anderen Aktivitäten.

Ein entspannendes KartenspielLehrer bei der ArbeitSonnenstandsdiagramm
(und Minesweeper)

Die Arbeit wurde auch unter anderem von Fr. Prof. Ahamefule überwacht und Hr. Prof. Kappel sowie unser Hr. Dir. Petersch kamen einmal vorbei, um sich die Arbeit anzusehen – vom Herrn Direktor bekamen wir auch eine kleine Nachhilfe in Mathe, von welcher wir jedoch nicht sehr begeistert waren.

Prof. Ahamefule, Prof. WittmannAllgemeines NachdenkenProf. Wittmann, Prof. Kappel

Als die Punkte eingezeichnet waren, am meisten hatten wir mit denen an der Decke zu kämpfen, begannen wir diese mit Malerkrepp abzukleben, damit wir danach in Gelb die Bahnen ziehen konnten. Immer, wenn wir über einen Türstock, Kasten oder Ähnliches malen mussten, hatten wir diese Stelle vorher zu grundieren.

Die abgeklebten BahnenMalbeginnDas Malen geht voran

Auch die ProfessorInnen halfen mit:

MalenMessenSkizzieren

Es wurden Schnüre gespannt und teilweise musste improvisiert werden, um die oberen Bahnen bilden zu können. Es wurden fahrende Wägen gebastelt und wacklige Gebilde konstruiert – zum Glück aller kam niemand zu Schaden.

Ein fahrbarer UntersatzSchnüre spannenEine wackelige Angelegenheit

Zur Unterstützung der hart werkenden ArbeiterInnen gab es auch noch die Herrinnen der Farben:

Jetzt wird‘s bunt

Nach dem ersten Tag hatten wir schon knapp zwei von drei Bögen fertig und wir wurden so gegen sechs Uhr abends entlassen.

Am nächsten Tag hieß es wieder Anrücken – 8:00 im Physiksaal – doch dieses Mal bekamen wir noch zusätzliche Unterstützung!

Eine neue Mitarbeiterin

Total ausgeschlafen und voller Elan ging es an die letzte und entscheidende Etappe: Der Sommer-Bogen. Somit besorgten wir uns eine Leiter und erklommen die schwindelerregenden Höhen des Physiksaals.

Einige wollen hoch hinaus

Dem nicht genug. Es kam noch die Idee, die Himmelsrichtungen einzuzeichnen. Folglich brauchten wir noch vier Pfeile, die die Richtungen angaben...

Die Himmelsrichtungen

Weiters kam noch der Gedanke, Sonnen auf die Sonnenbahnen zu zeichnen...

Das Ganze bekommt eine künstlerische Note

An dieser Stelle ein „Danke!“ an unsere Ladys für die entzückenden Sonnen!!

Auch die letzten Malerarbeiten waren bald erledigt und jetzt hieß es dann nur mehr Tische zusammenschrauben, Farbe wegputzen, wo sie nicht hingehörte, und alles andere wegräumen.

AufkehrenTische wieder zusammenschraubenWegräumen

Danach konnten wir endlich heim zu Ruhe, Entspannung und einem wohl verdienten Mittagessen!

Das Resultat dieser umständlichen, zweitägigen Arbeit ist im Physiksaal unserer Schule zu bestaunen.

Ein herzliches Danke an alle, die so fleißig mitgeholfen haben – sprich an: Thomas Ambroz (8.B), Christina Artner (8.B), Nandor Begyes (8.B), Florian Burscha (8.B), Markus Fuhrmann (8.B), Demet Keles (8.B), Emanuela Lestina (8.B), Julia Schönbrunner (8.B), Thomas Valenta (8.B), Matthias Schedler (7.B), Andreas Kretschmer (6.B), Stefan Wurm (6.B), Prof. Ahamefule, Prof. Wittmann.

Ich hoffe, Euch gefällt der Physiksaal so wie er nun ist und Ihr wisst nun, zu welcher Jahreszeit die Sonne um wie viel Uhr beim Physiksaal hinein scheint; wann sie auf- beziehungsweise untergeht und wann wir uns im Sommer ärgern, weil die Sonne grad schön scheint, und wir nur im Physiksaal die Bahnen betrachten können, anstatt gegenüber im Bad zu liegen.

Florian Burscha (8.B)